Sehr geehrte Leser,
 
seit einigen Monaten setzen Null- und Minuszinsen das Versicherungsgeschäft unter enormen Druck
 – insbesondere auch deutsche Konzerne, die heute noch als zuverlässige Dividendenzahler gelten.
 
Doch die letzten Monate haben gezeigt: Wachstum zu erzielen, wird in dieser Branche immer schwieriger.
 
Es stellt sich für uns Anleger also die Frage, ob wir weiterhin in Versicherungskonzernen investiert bleiben sollten oder allmählich entsprechende Positionen abbauen sollten.
 
Die aktuelle Problemlage ist vielschichtig.
 
Auf der einen Seite bricht den Versicherungsgesellschaften die Rendite weg, die sie mit den durch ihre Prämien aufgelaufenen Gelder am Anlagenmarkt erzielen können. Auf der anderen Seite sehen sie sich einer immer stärker werdenden Konkurrenz ausgesetzt.
 
Branchenfremde haben insbesondere die Rückversicherung bereits als vermeintlich lukrative Anlagezone für sich entdeckt. Die niedrigen Zinsen und das billige Geld der Notenbanken scheuchen immer mehr Kapital auf, das auf weltweit nach Rendite fahndet.
 
Erstversicherer beispielsweise bieten immer öfter ihre Risiken als sogenannte Insurance Linked Securities (ILS), verbriefte Versicherungsrisiken also, direkt am Kapitalmarkt an.
Diese Produkte erfreuen sich steigender Beliebtheit bei den Anlegern, ihre Risiken können aber nur mit hohem Aufwand korrekt eingeschätzt werden.
 
Hinzu kommt, dass immer mehr Rückversicherungsgesellschaften auf Geschäfte verzichten,die sie vor einigen Jahren noch gemacht hätten. In ihren Augen bilden die Prämien in vielen Fällen das Schadensrisiko nicht mehr adäquat ab. Nicht zuletzt die Unwetterkatastrophen der letzten Jahre, zum Beispiel der Wirbelsturm Katrina, haben die Versicherer zur Vorsicht gemahnt.
 
Doch diese durchaus vernünftige Strategie schafft auch Probleme.Verzichten die Versicherer auf Geschäfte und die damit verbundenen Prämien, sinkt gleichzeitig ihr Ertragspotenzial. 

 
Sind die Dividenden in Gefahr?
 
Das birgt zum einen Kursrisiken, zum anderen geraten die Ausschüttungen an die Aktionäre unter Druck. Versicherungsgesellschaften gelten als Dividendenaristokraten, die seit Jahren gleichbleibende, oft auch steigende Dividenden an ihre Investoren zahlen. Ein großer Pluspunkt.
 
Doch wenn die Margen einknicken und die Versicherer deutlich weniger Geld durch ihre eigenen Kapitalanlagen verdienen, sinken ihre Gewinne. Und damit verliert das Fundament einer jeden Dividendenzahlung an Stabilität.
 
Eine gewisse Zeit lang können Dividenden auch von der bestehenden Substanz gezahlt werden. Doch allzu lange lassen sich damit ein schwächelndes operatives Geschäft und ein dementsprechender Kursverfall nicht ausgleichen.
 
Auch ich und mein Team haben keine Glaskugel und können nicht präzise abschätzen, wann und wie die Versicherungskonzerne diesen Teufelskreis verlassen werden.
 
Doch in der der kommenden Ausgabe 32 von Der Privatinvestor, die wir am morgigen Freitag, den 11. August 2017 an unsere Leser per E-Mail versenden werden, wagen wir den Versuch und widmen uns besonders der Frage, wie es mit einigen großen deutschen Versicherungskonzernen weitergehen wird.
 
In den USA hat sich die Zinssituation zwar etwas entspannt. In Europa wird die Zinswende jedoch sicherlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
 
Wie sind also die Aussichten der Versicherer vor diesem Hintergrund zu bewerten? Sollten Sie, liebe Leser, hier weiter investiert bleiben? Oder wird es Zeit, sich von dieser Branche zu lösen?
 
Unsere Antworten darauf finden Sie in der Ausgabe 32 von Der Privatinvestor. Holen Sie sich heute Ihre 4 Gratis-Ausgaben und Sie erhalten morgen, am 11. August 2017 unsere Einschätzung.
 

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Auf gute Investments,

Ihr
 


Max Otte